Konzertabsage für Rapper "Kollegah"

Der Oberbürgermeister der Stadt Rastatt hat sich dazu entschieden, das Konzert am 09. November 2019 des Rappers Kollegah abzusagen. Wohl aus dem Hauptgrund, dass die Texte der Songs antisemitisch sind und diese nicht ausgerechnet zum Gedenktag der Reichsprogromnacht passen. Das ist nachvollziehbar.

Hier muss die Frage erlaubt sein, warum die Veranstalter das nicht vorher abgeklärt haben. Der Sänger ist seit über 10 Jahren aktiv und für seine Texte bekannt. Hätte das Konzert ohne den Anschlag in Halle eigentlich stattgefunden? Wäre das Datum dann egal gewesen?

Allgemein sollte gründlich diskutiert werden, was Kunst, Satire oder Kabarett heutzutage noch beinhalten darf.
Muss die politische Korrektheit eingehalten werden, kann man nicht mehr von freier Kunst sprechen. Ein trauriger Rückschritt im 21. Jahrhundert und in einer sogenannten Demokratie mit hochgepriesener Meinungsfreiheit.