Laut aktueller Pressemeldungen, sind bei der Loveparade in Duisburg 19 Menschen ums Leben gekommen. Wie die Polizei mitteilte, starben 16
Menschen am Unglücksort, drei weitere Menschen starben aufgrund ihrer Verletzungen im Krankenhaus. Ein Polizeisprecher teilte mit, dass
342 Menschen verletzt wurden.
Das ist die traurige Bilanz einer Massenveranstaltung!
Zu der Panik kam es in einem Tunnel vor dem Loveparade-Gelände, am
ehemaligen Güterbahnhof , welcher offiziell der einzigste Zugang zum
Veranstaltungsgelände war.
Der Leiter des Krisenstabes der Stadt Duisburg, Wolfgang Rabe meinte, dass Menschen die Absperrungen an den
Seiten überwinden wollten und dabei abgestürzt seien. Dies habe wohl die Panik ausgelöst.
Das Gelände sei zu diesem Zeitpunkt wohl noch nicht voll gewesen,
die Teilnehmer hätten sich allerdings nicht schnell genug auf dem
Gelände verteilt, sagte ein Polizeisprecher hierzu.
Stichhaltiges Sicherheitskonzept? Duisburgs Oberbürgermeister Adolf Sauerland verteidigte das
Sicherheitskonzept. Es sei "stichhaltig", wahrscheinlich seien
"individuelle Schwächen" Auslöser der Katastrophe gewesen. Ein Sprecher
der Stadt Duisburg wies den Vorwurf zurück, das Gelände sei für die
Veranstaltung zu klein gewesen. Es sei ausreichend Platz für die
Besucher gewesen, betonte er. Neben dem Haupteingang sei noch ein
Nebeneingang geöffnet worden, als der Andrang zu groß wurde.
Auch
der Panikforscher Michael Schreckenberg sieht keine Mängel am
Sicherheitskonzept, an dem er selbst beteiligt war. Der Tunnel, in dem
es zur Massenpanik gekommen war, sei groß genug ausgelegt gewesen, sagte
Schreckenberg im WDR-Fernsehen. Nach seinen Aussagen waren im Vorfeld
der Loveparade viele mögliche Notfälle durchgespielt worden. "Es gibt
aber immer Menschen, die sich nicht an die Spielregeln halten", sagte
er. Laut Schreckenberg hatten kurz vor dem Unglück mehrere
Loveparade-Teilnehmer ein Gitter überrannt und waren eine Treppe
hochgelaufen. Dabei seien einige gestürzt. "Im Sicherheitsplan war nicht
vorgesehen, dass Menschen von oben herunterfallen."
Quelle: Tagesschau.de
Kann man es sich so einfach machen und den Teilnehmern der Loveparade die Schuld geben, weil sich manche nicht an die Spielregeln gehalten haben?
Unserer Meinung nach, wurde die Panik durch den Massenandrang ausgelöst, der im Vorfeld hätte vermieden werden können. Bereits im Tunnel rangen viele Menschen nach Luft und hatten Erstickungsängste. Es ist ein Unding, nur einen einzigen Zugang für so viele Menschen zur Verfügung zu stellen. Dieser Zugang hätte eventuell ausgereicht, wenn nur so viele Teilnehmer reingelassen worden wären, wie vorgesehen. Statt den geplanten ca. 300000 Menschen, waren es über 1,4 Millionen! ______________________________________________________________
Wir möchten uns mit Augenzeugenberichten und Bildern eine eigene Meinung zu diesem schlimmen Ereignis bilden und bitten um aktive Mithilfe von Teilnehmern der Loveparade 2010.
Unser tiefes Mitgefühl gilt den Angehörigen der Opfer und den Verletzten.
Der neuste Trend: "Sicherheitsdienstleister berichteten uns, dass gewisse Veranstalter den Man-Power( Einsatz von Sicherheitspersonal) bestimmen und somit eine Gefährdung ( Unterbesetzung) der Mitarbeiter verursachen. Wer hier nicht mitspielt, verliert diesen Auftrag und sogar Folgeaufträge. Wenn ein Veranstalter so verantwortungslos handelt, gefährdet er somit auch die Besucher. Solchen Vorgehensweisen können wir nicht zu schauen und werden dementsprechend Gegenmaßnahmen veranlassen.
Auch der Sicherheitsdienstleister muß der Verantwortung gegenüber seinem Personal (Fürsorgepflicht) gerecht werden und das kann er nur, wenn er gemäß den gesetzlichen Richtlinien handelt (UVV, Arbeitsschutz, BGV C-7).
Es ist manchem Veranstalter nicht bewusst, welche wichtigen Regeln zu beachten sind, um eine reibungslose Veranstaltung auszurichten.
Die Besucher und Beschäftigten haben das Recht auf körperliche Unversehrtheit während einer Veranstaltung, für ihre Sicherheit ist zu sorgen.
Das Publikum, das diverse Veranstaltungen besucht, hat sich in ihrem Verhalten geändert. Deshalb wird es immer wichtiger, präventive Maßnahmen zu treffen um Auseinandersetzungen, Schlägereien oder Alkoholexzesse usw. zu vermeiden.
Der heutige Trend, bereits angetrunken und aggressiv zu später Stunde Festlichkeiten aufzusuchen, kann nur unterbunden werden, in dem schon bei der Eingangskontrolle aussortiert wird.
Öffentliche Veranstaltungen sind, z.B. Festlichkeiten aller Art, Tanz- und Discoveranstaltungen, Konzerte sowie künstlerische Darbietungen usw., die für Jedermann zugänglich sind.
Hier ist unter anderem zu beachten:
- Die Örtlichkeit (geeignet)(Rettungsflucht, Rettungszufahrten,Brandschutz usw.)
- Hausordnung, Erste Hilfe für jeden klar ersichtlich
- Jugendschutz
- Veranstaltungsverordnung
- Mit welchen Gefährdungen ist zu rechnen. (Gefährdungsbeurteilung)
- Krisen- und Evakuierungsplanung
- u.s.w
Die Haftung und Fürsorgepflicht obliegt dem Veranstalter, er ist für den reibungslosen Ablauf einer Veranstaltung verantwortlich.
Bedient sich der Veranstalter einer Sicherheitsfirma, kann er einige Verantwortungsbereiche übertragen, bleibt aber trotzdem der Hauptverantwortliche mit seinen Pflichten.
Sinnvoll ist es, mit dem Sicherheitsdienstleister einen genau definierten Vertrag (Gefahrenanalyse) mit Protokoll anzufertigen.