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Der Verband ist sehr auf die Mitarbeit von aufmerksamen und kritischen Bürgern angewiesen, die mit offenen Augen durch die Welt spazieren.
Nicht selten besteht das Problem, dass niemand weiß, wohin er sich eigentlich mit seinen Beobachtungen oder Erlebnissen wenden soll.

In dieser Rubrik sind wir offen für alles was Menschen bewegt, ärgert und nachdenklich stimmt. Nicht selten hat man das Bedürfnis, sich den Frust von der Seele zu schreiben, oder irgendwelche Ereignisse zu kommentieren.

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Schon der Name " Hartz 4 " ist eine Zumutung für viele Menschen in diesem Land, vorallem für die Abhängigen von SGB 2. Dieser Name wird auch in Verbindung mit dem Untreueskandal des Erfinders gebracht, aber auch Westerwelle hat nichts besseres zu tun, wie auf den Schwächsten herum zu trampeln. Soll er da anfangen, wo es sich lohnt und wo am meisten, unser Staat um Steuern hintergangen wird.                                      Aber ein Hartz 4 Empfänger hat keine Lobby!  Die Großen lässt man laufen und die Kleinen hängt man.

Nun so spaltet man eine Nation " Uneinig Volk regiert sich gut  !"

Abzocke-Vorwurf
AWO Neumünster rechtfertigt Ein-Euro-Praxis

Sogenannte 1-Euro-Jobs sind eigentlich dazu gedacht, Arbeitslose langsam wieder in reguläre Arbeit zu bringen. Ob das gelingt, ist umstritten. Nun zeigt ein Fall im schleswig-holsteinischen Neumünster fast exemplarisch das Problem: Die gemeinnützige Arbeiterwohlfahrt dort schickt Hartz-IV-Empfänger als Ein-Euro-Jobber zu hilfsbedürftigen Senioren - und kassiert von den Senioren dann acht Euro die Stunde. Nach der Berichterstattung von NDR Info hat sich die AWO am Montagnachmittag verteidigt.

Der Geschäftsführer der AWO Schleswig-Holstein, Volker Andreesen, erklärte auf einer Pressekonferenz in Neumünster: "Die AWO - aber ich denke auch andere zumindest freigemeinnützige Träger - können mit solchen Maßnahmen kein Geld verdienen."

Zunächst "ganz glücklich gewesen"

Zu der "Maßnahme", von der der AWO-Geschäftsführer spricht, gehörte auch Marianne Kalus*. Die alleinerziehende Mutter zweier Kinder hatte dem NDR berichtet, dass sie als Hartz-IV-Empfängerin von der Arbeitsagentur an die AWO Neumünster vermittelt wurde. Sie sei ganz glücklich gewesen, als die AWO einen Ein-Euro-Job für sie hatte. Sie sollte hilfsbedürftigen Senioren zur Hand gehen. "Als ich dann hörte, dass es im Haushalt ist, war ich noch glücklicher", sagte Kalus. "Ich musste in die Haushalte gehen, jeden Tag zu jemand anderem, musste putzen und manchmal auch einkaufen mit den Kunden."

1,25 Euro pro Stunde bekam sie dafür von der AWO, wie sie NDR Info berichtete. Ihr Glücksgefühl habe sich allerdings gedreht, als sie erfuhr, dass die Senioren für ihre Arbeit acht Euro pro Stunde an die AWO zahlen müssen. Diese behalte das Geld ein. Mit so einem Stundenlohn, sagte Kalus, bräuchte sie gar kein Hartz IV: "Das wäre mein Wunsch gewesen, aber nicht diese - ich sag mal - Verarsche von der AWO."
AWO bekommt 200 Euro Regiegeld

Zumal die AWO für die Ein-Euro-Jobber auch noch Geld von der Arbeitsagentur bekommt: Rund 200 Euro monatlich für Weiterbildung, Fahrtkosten und dergleichen. Von "Abzocke" sprechen deshalb Experten wie der Bremer Wirtschaftsprofessor Rudolf Hickel. Die AWO verleihe Hartz-IV-Empfänger und kassiere dafür doppelt - vom Staat und von den Senioren.

Die AWO Neumünster bestreitet nicht die Tatsachen, Projektleiterin Dorothee Heizmann nennt ihre Hartz-IV-Empfänger aber ein schwieriges Klientel: "Wir haben schon mehrfach überlegt, ob wir dieses Projekt einstellen, weil es einfach ein wahnsinniger Aufwand ist, für diesen Personenkreis eine qualifizierte Tätigkeit außerhalb der Einrichtung zu finden." Schon seit gut zehn Jahren versuche die AWO auf diese Art, arbeitslose Frauen wie Marianne Kalus an reguläre Arbeit heranzuführen.
"Wir halten das für unredlich"

Andere AWO-Bezirke haben sich inzwischen von dieser Praxis distanziert. "Wir machen das nicht", sagte Hannelore Hanter-Rossmann für den AWO-Bezirk Weser-Ems. "Wir halten das für unredlich. Das ist nicht der Ansatz, für den Ein-Euro-Jobber eingesetzt werden sollen und dürfen: als Ersatz für reguläre Mitarbeiterinnen."

Das Bundesarbeitsministerium in Berlin will jetzt die Praxis der AWO in Neumünster überprüfen.

* Marianne Kalus ist nicht der richtige Name der betroffenen Frau. Sie wollte ihn nicht offen nennen.


Quelle: http://www.ndr.de/nachrichten/schleswig-holstein/awo130.html

 
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